Freitag, 23. November 2012

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Gestern wurden mir 5 Autorenexemplare des Jahrbuch 2013 vom Kulturland Kreis Höxter gebracht.
Ich habe dort einen Artikel über die Wollküren geschrieben.




Die spinnen ja…
Die Wollküren - Spinngruppe Reelsen

Wir Wollküren ziehen mit Spinnrad oder Spindel  so manchen Meter Faden während diverser Veranstaltungen im Kulturland Kreis Höxter; auf dem Stiftsmarkt in Neuenheerse ,  dem Weihnachtsmarkt auf dem Gut Holzhausen, dem Dorffest in Bellersen oder dem Tag der Landwirtschaft in Brakel  sind die Wollküren - Spinngruppe Reelsen tätig gewesen oder sogar regelmäßig zu Gast. 
Mit der  Schäferei Humpert in Löwendorf erfolgte 2011 zum  Hütetag ebenso eine gute Zusammenarbeit  wie mit der Burg in Dringenberg, wo wir 2010 den ostwestfalenweiten Spinnwebentag ausrichteten, der sogar Spinnerinnen aus den Niederlanden zu Gast hatte.

Das Dorfjubiläum in Reelsen 1997 gab Anlass, eine Spinngruppe zu gründen. Mittlerweile kommen die Spinnerinnen aus Paderborn, Schwaney, Langeland, Altenheerse, Neuenheerse, Erkeln und Bad Driburg. 2009 wurde der neue Name gefunden: Die Wollküren.

Bis zu 15 Teilnehmende im Alter von 13 bis 90 Jahren finden sich in Bad Driburg regelmäßig zusammen, um sich der Faserverarbeitung zu widmen. 

Wolle von Schafen aus der Region gibt es aufgrund ihrer „Wertlosigkeit“ meistens geschenkt, dank Internet können  Wollsorten, Edeltierhaare oder Pflanzenfasern aus aller Welt bezogen werden.  Die meisten Handspinnerinnen  verarbeiten die gewonnenen Garne weiter zu Schultertüchern, Mützen, Decken, Strickjacken oder Schals. Es wird gestrickt, gewebt, gehäkelt und geklöppelt; der Schaffenskraft sind kaum 
Grenzen gesetzt.

Auf den Spinnvorführungen berichteten viele ältere Zuschauende über die Nachkriegsjahre, in denen in Ermangelung anderer Materialien Schafwolle zu kratzigen Leibchen  und Stümpfen verarbeitet wurde. Der damalige Juckreiz scheint sich diesen Menschen beim bloßen Anblick von Spinnrädern sofort wieder einzustellen. Heutzutage ist Wolle von höchster Feinheit, die wunderbar weiche wollige Werke herstellen lässt, zu erwerben und zu verarbeiten.


Beim Handspinnen geschieht folgendes: Die Fasern werden verzogen, verdrallt und aufgewickelt. Dieses geschieht mithilfe eines Spinngerätes. Ein Stöckchen reicht prinzipiell aus; Spindel oder Spinnrad sind jedoch geläufiger und ertragreicher. Man geht davon aus, dass die Menschheit diese textile Technik schon vor über 10 000 Jahren erfunden hat. Das Spinnrad ist im europäischen Raum ungefähr 500 Jahre im Einsatz gewesen, bis im Zuge der industriellen Revolution Spinnmaschinen die bis dahin manuelle Garngewinnung ersetzten.

Als ich zum ersten Mal vor einem Spinnrad saß, hätte ich nicht gedacht, wie weit dieser harte,  überdrehte Faden reichen würde. War es zunächst die Magie, aus einem Material, das an einem Tier wächst, etwas Zierendes, Wärmendes, Eigenes gestalten zu können, verbringe ich heute meine Zeit am Spinnrad und der Spindel auch in dem Bewusstsein, eine uralte Kulturtechnik zu betreiben. 
Besuche von Spinntreffen jeglicher Art zeigen, wie aktiv und lebendig diese Kulturszene ist. Immer wieder finden sich Gleichgesinnte, die das Handwerk weiterhin betreiben und auch weitergeben wollen. Sie sind allerdings versteckt im Gewebe der Gesellschaft.

Um diese Verstecke zu verlassen, investieren wir Handspinnende Zeit, nehmen unzählige Wege bei Wind und Wetter in Kauf, schleppen Spinnutensilien in unwegsames Gelände, um auf Veranstaltungen in der Öffentlichkeit zu spinnen, damit wir Interesse wecken, Gleichgesinnte ansprechen, Aufmerksamkeit schaffen und In Austausch kommen.

Wir bezeugen insbesondere auch, wie lebendig ein Kulturgut sein kann, das bis in die  prähistorische Vergangenheit reicht. Dennoch erfährt diese Tatsache meiner Meinung nach wenig bis kaum die ihr gebührende Wertschätzung.
2011 ist das Geburtsjahr  „neuen“ Berufes TEXTILGESTALTER IM HANDWERK, der das Handspinnen nicht beinhaltet; es soll von den Handwebern mit unterrichtet werden und ist - so untergeordnet- im Verschwinden begriffen. Immaterielle Kulturgüter werden  von der UNESCO gelistet, „gesammelt“ und geschützt. Wo wird das Handspinnen in unseren Regionen bewahrt?
 Das Fach „Handarbeit“ scheint aus den Schulen zu verschwinden. Eine Tageszeitung zeigte eine Kindergartengruppe, die sich mit dem Thema Dornröschen und Spinnrad beschäftigt hatte. Abgebildet war ein (für Handspinnende offensichtlich) defektes Spinnrad…

Handspinnen wird  als immaterielles Kulturgut kaum wahrgenommen obwohl es  einen Kulturschatz darstellt, dessen Lebendigkeit- sobald es außerhalb von Museen stattfindet- in den Händen ehrenamtlich Tätiger  liegt.

Handspinnen- ein schützenswertes immaterielles Kulturerbe
„Kultur ist nicht nur der Genuss oder der Erhalt derselben, sondern das lebendige Vermögen sie herzustellen.“(Ax, Horchler)  Handspinnende beschäftigen sich mit  einer der bedeutendsten Erfindungen der Urzeit (vgl. Bohnsack). Sie setzen somit die Tradition dieser  (inter-) kulturellen Errungenschaft fort und tragen dazu bei, dass diese Fähigkeit als immaterielles Kulturgut nicht verloren geht.

Spinnen von Fasern zu Fäden führte und führt zu textilen Gebrauchsgegenständen, die ehemals der Selbstversorgung von Gemeinschaften, heutzutage jedoch zur Selbst-Versorgung der Einzelnen dienlich sind: Spinnen tut der Seele gut!

 Es ist sozusagen erlesenes Slow-Food für das Selbst.

Handspinnen ist weder ein museales Relikt noch überflüssig, wenngleich Kleidung zum Erwerb in Hülle und Fülle vorhanden ist. Handspinnen ist vielmehr von einer tiefen, weitgreifenden Sinnhaftigkeit geprägt, ihm wohnt ein hohes Bildungspotential inne.

Gesponnen wird aus den unterschiedlichsten Motiven, gemein ist allen Handspinnenden, dass sie mit immenser kreativer Schaffenskraft i.d.R. jenseits von ertragreicher, marktorientierter Produktivität mit den Händen wirken, ohne im eigentlichen Sinne Handwerker zu sein. 
Dient das (ausbildende) Handwerk dazu, seinen Lebensunterhalt zu erarbeiten und auch festgelegte Standards zu erlangen, ist das Handspinnen heute individuell in qualitativer und quantitativer Hinsicht, luxuriös insbesondere mit Blick auf den Zeitfaktor, infolgedessen auch unerschwinglich und grundsätzlich nicht bezahlbar. Zwischen vier und acht Stunden sind am Rad zu drehen, um 100 Gramm Garn zu erzielen.

Das Spinnen ist eine der fundamentalsten textilen Techniken, denn sie geht vielen anderen vor allem flächenbildenden Techniken voraus und bestimmt auch ihre Ergebnisse. In der postindustriellen Handwerkskultur findet das Handspinnen keinen Platz. Im neuen Beruf „Textilgestalter im Handwerk“ ist das Spinnen nicht erwähnt. Dennoch gilt „das Prinzip Handwerk, unter dem wir die Fähigkeit verstehen, unsere Probleme praktisch zu lösen und unserer Umwelt eine Gestalt zu geben“( Ax, Horchler S. 51) auch für das Handspinnen.

Mit dem Ende der häuslichen Textilindustrie im 18.Jahrdhundert endete ein Erwerbszweig, der  sich kümmerlich vom langen Faden nährte. Gleichwohl sind Spinngruppen, Spinntreffen und jedes Wohnzimmer, in dem heutzutage handgesponnen wird, Bewahrungsorte alter Erinnerungen der Menschheit, weil sie eine Kulturtechnik, die der Erfindung des Rades vorausging (vgl. Classen-Büttner) bewahren, handhaben und weiterentwickeln.

Handspinnen stellt einen basalen Teil unseres kulturellen Vermögens dar, dessen Erhalt und Weitergabe der Wertschätzung bedarf. Handspinnende schützen mit ihrem Tun ehrenamtlich den Bestand und die Weiterentwicklung einer uralten Kulturtechnik, ihre visionäre Schaffenskraft sucht ihres gleichen: Wer außer ihnen durchdenkt beim Anblick eines Vlieses von Rohwolle die Verarbeitung desselben in kleinen Schritten und sieht das zu erarbeitende  textile Werk vor seinem geistigen Auge?

 Das Spinnen erfordert in der heutigen „Ritsch-Ratsch- Instant-Klamotten-Kultur“ (vgl. Kohlhoff-Karl) neben der Lust auf unkonventionelles Tun, die tätige Hand, den wachen Geist und verbindet die unterschiedlichsten Menschen. In der heutigen Zeit geschieht das Handspinnen so auch als emanzipatorischer Akt, der die Welt nicht fragmentarisch und bezugslos erleben lässt, sondern Gestaltungsmöglichkeiten bietet, die zur Erlangung von Weltaneignungs- und Weltgestaltungskompetenz beitragen.

Wir Wollküren halten die Fäden nicht nur in der Hand;  wir schaffen sie sogar!

Bundesweit vernetzt sind einige Wollküren in der Handspinngilde e.V. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die alte Kunst des Handspinnens zu fördern und versteht sich als Ansprechpartner für alle Fragen zum Thema Handspinnen und verwandten Themen.

In Hummersen organisiert Ulrike Nolte die Regionalgruppe der Handspinngilde, die einmal im Monat Kurse und Treffen rund um das Handspinnen bietet. In Schönenberg kann bei Ingrid Kolleth gesponnen, gewoben und gefilzt werden.
Wir Wollküren spinnen ja… und wir halten am Ende etwas warmes Wolliges in der Hand!
„ Wir Handspinner sind aber nicht die letzten Vertreter einer aussterbenden Spezies, sondern die Avantgarde einer Gesellschaft, die sich auf ihre Fähigkeiten besinnt, das Selbstgemachte schätzt und abseits vom trügerischen Wert des Geldes aus den Gaben der Natur echte Werte hervorbringt.“

K-H R, Spinnbruder der Wollküren



Literatur



 Almut Bohnsack: Spinnen und Weben- Entwicklung von Technik und Arbeit im Textilgewerbe ,Reinbek  1981
Christine Ax, Dieter Horchler: „Handwerk und immaterielles Kulturerbe“  in UNESCO heute 1/2007, S. 50ff
Ulrike Classen-Büttner: Spinnst du? Na klar! Books On Demand 2009
Internet
Kohlhoff-Karl: Univ.-Prof. Dr. Iris Kohlhoff-Kahl: Hand-Arbeit macht auch klug. Vom Werken und Basteln und wild „denkenden Händen“. Aufsatz veröffentlicht unter www.hhg-ostschweiz.ch
Kohlhoff-Karl: Univ.-Prof. Dr. Iris Kohlhoff-Kahl: Was macht die Hand im Kopf? Handarbeit als Bildungsauftrag. Aufsatz veröffentlicht unter http://www.textil-creativ.com/Handarbeit%20als%20Bildungsauftrag.pdf
Hier kann  gelernt werden:
Wollwerkstatt Anno 1823 in Hummersen http://www.anno1823.de
Handweberei Ingrid Kolleth in Schönenberg

LG Sabine,
 die am Sonntag nach Leopoldstal fährt und dort einige Wollküren treffen wird

Mittwoch, 21. November 2012

ich war ...


eine Stulpe, eine Mütze, ein Schal...

Die Stulpe sass nie so gut, 
war aber eines meiner ersten Singlegarnstrickergebnisse.

Die Mütze aus grüner Wolle, naja. 
Der Schal fand sich ebenso wie die Mütze in der Waschmaschine wieder.

Die Filzstückchen lassen sich immer wieder gut verwenden...

LG Sabine, 
die nun noch über 25 eigene Zähne verfügt...

Dienstag, 13. November 2012

Ich wünsch mir was



Heute habe ich eine unbescheidene Bitte: Am kommenden Montag muss mir ein Zahn entfernt werden. Ich habe die Hoffnung, dass die Entzündung verschwinden könnte, wenn mir ganz viele gute Wünsche ( keine Kommentare) geschickt werden. 
Wunder geschehen...

LG Sabine

Montag, 12. November 2012

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Ich  habe es tatsächlich geschafft: 
4 Spulen mit Texelwolle gefüllt 
und das Ganze zu einem vierfädigen Sockengarn zusammengezwirnt. 
 Gesponnen mit einer Übersetzung von 1:10 gelang mir das Zwirnen nicht mehr. 
Die Spule blieb ungerührt. 
Nun muss ich mal rausfinden, woran das liegt, eine Ursache könnte sein, dass ich eine Feder am Bremsband entfernt hatte. 
Naja. 
Mit ein bißchen festhalten und höherer Trittgeschwindigkeit kam reichlich Dreh ins Garn. 
LL auf 100g= 280 Meter.





Zehn Jahre ist dieses Kissen alt. Meine Schwester benutzte es reichlich; da freut es immer, wenn man Selbstgemachtes verschenkt. Zufällig war beim Zuschneiden diese Kurve am Rücken der Ente entstanden, da passt der Nacken genau rein, wenn man drauf liegt. Die Füllung ist hin, die Ente ist blind - natürlich wird sie überholt und zieht dann wieder zu meiner Schwester.




Buchstabensalat: Mit der Häkelnadeln aufgefädelt auf kleine Faserstückchen lassen sich die Buchstaben gut einspinnen. Damit nix verrutscht habe ich jeden einmal verknotet, denn es gibt ja kein Spinngebot, was dieses  verhindert...

Die Frage meiner Tochter, ob die Buchstaben mit Bedeutung versehen sind, - nein , alles Reste ohne Vokale- die sind alle verbastelt-  inspiriert mich dazu,  kurze Sinnsprüche einzuspinnen; die Buchstaben dazu gibt es beim Bastelbedarf....

LG Sabine, 
die heute einen besonderen Gruß nach Aurich schickt

Donnerstag, 8. November 2012

apropos: Spinnwettbewerb

Wer hat den längsten Faden aus einer bestimmten Fasermenge gesponnen?
 In Haus Düsse im August waren 30g Michschaf zu verarbeiten, die Ergebnisse lagen zwischen 150 und 350 Metern.

Ich lies zur Teilnahme drängen, dabei mag ich diese Art des Spinnens gar nicht.

Das Handspinnen ist einer der wenigen Bereiche, wo Wettbewerb, der ja vergleichend und marktorientiert Leistung misst, meiner Meinung nach nicht hingehört.

Ich möchte nicht im Wettbewerb spinnen und werde mich nicht mehr zu einer Teilnahme überreden lassen. 

Ich will meine Sinne aufhalten 
für das, was sich da unter meinen Händen tut
- und auch für das ,was ich bei anderen dazulernen kann,-
 das passiert nicht beim Spinnwettbewerb,
wo ich die Fasern nicht aussuche, 
wo ich drei Stunden sinnlos vor mich hinspinne, -den Faden kann ich dann doch für nichts verwenden- 

schneller weiter höher, dünner länger

-natürlich bin ich auch dafür verführbar-
Ich will das aber nicht!

Siegen durch Platzierung und Spinnen passt für mich nicht zusammen; Siegen durch persönliche Weiterentwicklung, Selbstbeobachtung, reflektierendes Tun- ja gerne


LG Sabine
die am Samstag in Hummersen bei Ulrike spinnen wird.

Mittwoch, 7. November 2012

Sockenwolle

 Ich probiere mich an Sockenwolle aus Texel:
Im Haus Düsse nahm ich im Sommer zum ersten Mal an einem Spinnwettbewerb teil. Milchschafwolle ganz dünn auszuspinnen aus dem Vlies ging ganz gut.
Da bin ich auf den Geschmack gekommen. Nur bin ich keine Sockenstrickerin, das macht bei uns die Oma. Meine werden nie... siehe Bild.

die Socke ist leider nicht tragbar: zu breit und zu kurz


Zwei Paar aus dünner Texelwolle hat sie schon gestrickt, die werden nun getestet: 
Von mir im Bett von ihr - die kaum laufen kann- im Alltag. 
Wirklich aussagekräftig ist der Test dann doch nicht.




 Meine Mutter findet die Wärmekraft der Schafwolle jedoch unglaublich, deshalb gibt es nun weiterhin Sockenwolle vom Spinnrad.

Einen Teil habe ich navajoverzwirnt, das geht ja flugs.
Nun ist eine weitere Spule voll und ich hadere: Ich könnte ja auch mal vierfädig zwirnen, mal sehen , ob ich die Geduld aufbringe...
Prinzipiell juckt es mich immer in den Fingern, 
ein Garn schnell fertig zu stellen,
 daher rühren auch meine vielen unterschiedlichen Garne in kleinen Mengen und die entsprechend bunten Werke.


Zu Gleichmäßigkeit im Garn in größeren Mengen führt diese Verarbeitungsweise nicht, da habe ich Übungsbedarf. 1000g Milchschaf laden mich zu dieser Übung ein.

LG Sabine

Montag, 5. November 2012

Heidschnucke in Zuckerwatte




Ich brauchte am Freitag dringend ein Objekt, dass geeignet ist, zum Geldgeschenkträger zu werden. 

Da ist eine gewisse Unordnung der Kreativität recht zuträglich, 
weil mir die Dinge schon ins Auge fallen müssen, 
damit die Ideen anfangen zu sprudeln. 
In unserem Haus gibt es eine große leerstehend Wohnung, in der mein Wollvorräte Platz finden: 

Zufällig brauchte ich noch Füllwolle für meine Kugeln, 
da fiel mir der Styroporring in den Blick. 
Der lag seit einem Jahr mit ein bißchen Wolle bewickelt da rum.



Reichlich Schnuckenwolle im Band lag gleich daneben. 
Flugs fanden beide zueinander.
 Ein in schäbiges Orange gefärbtes Wollvlies schaute mich lüstern an, 
ein Teil von ihm verwandelte ich in ein schmales Band und  gab dem Ring Segmente.

Auch der Restekorb mit in Band gezogenem Silkhenkys blieb nicht unangetastet.
Und ungefärbte "Seidentücher" liegen ja auch noch rum.
Also: 
Loch in die Mitte, 
ein bißchen gezuppelt und schon ist der Kranz wie in Zuckerwatte gehüllt.

Verschenken wollte ich ihn dann doch nicht, er hängt nun in Erwartung des Advents und bekommt vielleicht bald Nachwuchs...

LG Sabine